Die natürliche Samenspende

by admin on August 15, 2011

Wenn man es genau nimmt, dann wird (fast) jedes Kind, das in Deutschland geboren wird, durch eine natürliche Samenspende gezeugt, also durch eine natürliche Befruchtung mittels Geschlechtsverkehr. Paare, die keine Kinder auf natürlichem Weg bekommen können, weil die Menge und die Qualität des Samens nicht ausreichend sind, greifen auf die künstliche Befruchtung in der Petrischale zurück, aber es gibt auch Frauen, die eine natürliche Samenspende vorziehen.

Bei heterosexuellen Paaren, die ein Kind wollen, ist die natürliche Samenspende eher selten, bei lesbischen Paaren ist sie aber im Trend. Es gibt verschiedene Gründe, die natürliche Samenspende der sogenannten Bechermethode vorziehen und einer dieser Gründe ist die Wahrscheinlichkeit, tatsächlich schwanger zu werden. Jedes lesbische Paar, das sich ein Kind wünscht, muss dazu einen Mann oder zumindest den Samen eines Mannes haben. Man kann diesen Samen kaufen und dann mithilfe einer Spritze in der Gebärmutter platzieren, aber diese Versuche sind nur in sehr seltenen Fällen von Erfolg gekrönt. Meist wird zu lange gewartet, denn die Spermien verlieren mit jeder Stunde, die sie an der Luft sind, an Beweglichkeit und sind schließlich unbrauchbar oder aber die Spritze wird nicht richtig platziert und das Sperma erreicht nicht sein Ziel. Um der Frustration zu entgehen und auch um Geld zu sparen, entscheiden sich lesbische Frauen zunehmend für die natürliche Samenspende.

Eine natürliche Samenspende ist die weitaus bessere Methode, bei der es in den meisten Fällen auch zu einer Schwangerschaft kommt. Was einfach klingt, ist es aber leider nicht, denn die Probleme fangen schon mit der Suche nach dem passenden Mann beziehungsweise Spender an. Frauen, die ihre Kinder bewusst ohne Partner aufziehen wollen, haben es leichter einen Mann für eine natürliche Samenspende zu finden. Bestes Beispiel ist die Sängerin Madonna, die sich ihren Fitnesstrainer als Spender aussuchte. Bei lesbischen Paaren sieht das schon anders aus, da es eine Hemmschwelle gibt. Viele hören sich im Freundes- oder Bekanntenkreis um und finden mit ein wenig Glück auf diese Weise einen geeigneten Partner, der auch mit der rechtlichen Situation zu Recht kommt.

Wer sich für eine natürliche Samenspende entscheidet, der muss sich zum einen darüber im Klaren sein, dass Gefühle bei der Zeugung keine Rolle spielen und auch akzeptieren, dass der Spender rein rechtlich gesehen der Vater des Kindes ist und das mit allen Rechten und Pflichten. Eine natürliche Samenspende ist nicht anonym und wer verhindern will, dass der Vater zum Beispiel auf das Recht pocht, das Kind regelmäßig zu sehen, der sollte sich vorher von einem Anwalt beraten lassen.

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